7 Konsumenten-Muster für erfolgreichere AdWords-Anzeigen

Im Mittelpunkt erfolgreicher AdWords-Kampagnen steht der User – das ist prinzipiell nichts Neues; jedoch gibt es nicht nur eine Vielzahl neuer Tools, sondern auch Denkansätze, welche Konsumenten und deren Entscheidungsprozesse in den Mittelpunkt stellen. Der Wettbewerb im Bereich Online Marketing steigt mit rasender Geschwindigkeit, weshalb es zunehmend wichtig ist, das Competitor-Umfeld zu analysieren, den User auf einer individuelleren Ebene anzusprechen und sich so von der Masse abzuheben.

An der SMX London hat uns speziell der Vortrag von Pamela Olson beeindruckt, die als Sales Managerin, Mystery Shopperin und Verbrauchervertreterin spezielle Insights im Bereich Käuferverhalten generierte und diese seit Jahren erfolgreich auf den Bereich Online Marketing anwendet. Auf ihrer 20-jährigen Erfahrung und Evaluation basiert das Modell, welches Konsumenten in 7 Typen einteilt. Kombiniert mit der Art des Produktes oder des Services, der Analyse der User-Interaktion mit Ads und Website/Landingpages und damit dem Involvement der User, erlaubt diese Ansicht, zielgerichteter auf den User einzugehen und ihm die Informationen bereitzustellen, die in dieser Situation besonders relevant für ihn sind. Dies betrifft dann nicht nur die Anzeigentexte, sondern auch die dazugehörigen Landingpages.

7-user-types

  1. The Survivalist Buyer
    Kennzeichnen: strebt nach Erfüllung von Grundbedürfnissen
    Anzeigen: sachlich, informativ
    Bsp: Preisangaben, Testurteile
  2. The Scarcity Buyer
    Kennzeichen: befürchtet Angebotsknappheit
    Anzeigen: Dringlichkeit vermitteln
    Bsp: starker call to action („sofort kaufen“, „jetzt sichern“)
  3. The Convenience Buyer
    Kennzeichen: Zeitersparnis, Stressfreiheit steht im Vordergrund
    Anzeigen: Einfachheit des Bestellprozesses, Lieferzeit, Versandbedingungen vermitteln
    Bsp: „versandkostenfrei“,  „heute bestellt, morgen geliefert“
  4. The Prestige Buyer
    Kennzeichen: Einzigartigkeit, Style und Qualität stehen im Fokus
    Anzeigen: Vermittlung von Exklusivität; Verwendung von Markenbegriffen
    Bsp: „exklusiv“, „die wichtigsten Brands“; Preisangaben eher irrelevant
  5. The Social Buyer
    Kennzeichen: möchten durch Anschaffung Teil einer best. Gemeinschaft sein 
    Anzeigen: Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln
    Bsp: „Vespa online kaufen – Werde Teil des Vespa Lifestyles!“
  6. The Value Buyer
    Kennzeichen: Preis-/ Leistungsverhältnis steht im Vordergrund
    Anzeigen: Preisangaben, Preisvergleiche, Testurteile
    Bsp: „Testsieger jetzt zum Top-Preis kaufen!“
  7. The Fearful Buyer
    Kennzeichen: lange & ausführlichste Informations- / Recherchephase 
    Anzeigen: alle notwendigen / gewünschten Informationen liefern
    Bsp: "K-Tipp Testsieger" 

 

In der Praxis liegt die Herausforderung für uns Werber also darin, auf die speziellen Bedürfnisse des Users einzugehen und ihn mit den gewünschten oder notwendigen Informationen zu versorgen.

Im ersten Schritt liegt der Fokus auf der Analyse der Suchanfragen der User um daraufhin eine Einteilung in bestimmte Usertypen vorzunehmen. Im zweiten Schritt werden Kampagnen danach immer tiefgehender strukuriert, sodass eine individuellere, relevantere Useransprache stattfinden kann.

Was bedeutet dies nun für AdWords-Werbung? It's a Call to Action!

  • Gestalte massgeschneiderte Ads mithilfe der Suchanfragen- & Verhaltensanalyse der User!
  • Differenziere dich in der Useransprache klar von den Competitors – wenn alle mit Discounts werben, dann mach was anderes!
  • Arbeite mit Sitelinks um tiefergehende Informationen zu vermitteln. Evaluiere, welche Informationen & Ansprachen am besten funktionieren und optimiere!
  • Sprich den User nicht nur auf einer rationalen, sondern auch auf einer emotionalen Ebene an, denn:
    we buy on emotion and justify with logic!

 

«Security measures»: Google AdWords Phishing

Adwords-security-measures-phishing

Seit kurzem ist ein Betrugsmail im Umlauf, das fälschlicherweise vorgibt, dass die Sicherheitsmassnahmen des AdWords-Accounts «routinemässig» überprüft würden:

We are currently performing regular maintenance of our security measures. Your account has been randomly selected for this maintenance, and you will now be taken through a identity verification page.

Dieses Mail mit dem Betreff «Security Measures» ist ein Phishing-Versuch und die Links darin führen nicht zu Google, sondern zu einer Seite im gleichen Layout (a-google.net).

Bitte ignorieren Sie das Mail und löschen Sie es - Ihr Account läuft weiterhin einwandfrei.

 

Falls Sie bereits auf die Links im Mail geklickt haben und auf der Website Ihre Login-Daten eingegeben haben, ändern Sie bitte so schnell wie möglich Ihr Passwort und nehmen Sie mit Ihrem Ansprechpartner bei Google oder mit uns Kontakt auf, damit Ihr Account gesichert werden kann.

Für Fragen zur Sicherheit Ihres AdWords-Kontos können Sie sich jederzeit an uns wenden.

 

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Startups an der NextBerlin: Neue Ideen für die (Werbe-)Welt

Die NextBerlin 2012 punktet nicht nur mit Vorträgen von Vordenkern und Exponenten der Online-Welt, sondern auch mit einer Fülle an innovativen Startup-Ideen. Unter den Pitches für den Startup Contest der Next12 fanden sich diesmal auch zwei frische Ideen fürs Online Marketing. 

Kjero

Kjero.de
Online Produktbewertungen werden immer wichtiger für die Kaufentscheidung des Konsumenten. Sie werden von Produktevergleichsseiten aggregiert (z.B. Google Shopping) - Positive Empfehlungen verbessern die Sichtbarkeit des Produktes in Suchmaschinen. Kjero will durch die Vermittlung von Warentests an Konsumenten (nebst Feedback für den Hersteller) online Empfehlungen für neue Produkte generieren und so bewirken, dass das Produkt online jederzeit einen guten ersten Eindruck beim Konsumenten hinterlässt. Gerade auch für die Lancierung von neuen Produkten ein spannender Kanal.

10stamps

10stamps.de
Treuekarten sind ein wichtiges Marketing-Instrument zur Kundenbindung - sorgen aber auf Verbraucherseite oft für dicke Brieftaschen und sind zudem selten auffindbar, wenn man sie dann wirklich mal braucht. 10stamps bietet eine App an, welche solche Promotionen am Verkaufsort scannen und auf dem Smartphone speichern kann. Ist die mobile Stempelkarte voll, kann sie mit einem Knopfdruck an der Kasse des jeweiligen Geschäfts eingelöst werden. Eine simple Idee, die auch von mobilen Bezahldiensten wie Google Wallet bereits aufgenommen wurde - Es ist wohl aber vor allem die virtuelle Kreditkarte, die unser Leben zukünftig per Near-Field-Technologie entscheidend vereinfachen wird.

 

 

Page Speed is Still King

Flickr-speed

Inspiriert von Steve Souders' heutigem Vortrag an der NEXT Berlin über High Performance Mobile, möchten wir einige Worte zum Thema Seitengeschwindigkeit verlieren. Steve eröffnete seinen Talk mit einem Zitat des bekannten Web 2.0 Venture Capitalist Fred Wilson: "First and foremost, we believe that speed is more than a feature. Speed is the most important feature." Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und behaupten, dass Page Speed nicht nur das wichtigste Attribut einer Website ist, sondern auch dasjenige, das alle anderen Qualitäten überhaupt erst zum Tragen bringt, was die Interaktion des Users mit der Seite betrifft.

Es gibt unzählige Studien und Artikel über die Thematik, die alle die Grundidee bestätigen. Wir möchten nur ein besonders realitätsnahes (und fieses) Experiment herauspicken, dass von Microsoft und Google in Kooperation(!) durchgeführt wurde. Google und Bing unterzogen beide je einen sehr kleinen Teil ihrer User einer künstlichen Verlangsamung, d.h. die Suchresultate wurden einen Bruchteil einer Sekunde später angezeigt, als es technisch nötig gewesen wäre. Die Resultate waren eindeutig: Schon ab einer Verzögerung von 0.1 Sekunden waren signifikante Verschlechterungen in den wichtigsten KPIs zu beobachten. Insbesondere die Anzahl der Interaktionen (weitere Suchanfragen) und die subjektive Zufriedenheit verschlechterte sich linear mit der Dauer der Verzögerung. Page Speed ist folgerichtig auch einer der Faktoren, welche die Position von Links sowohl im organischen wie auch im Paid Search beeinflussen.

Wer das Glück hat, eine neue Webpräsenz auf der grünen Wiese aufbauen zu können, kann und muss daher Performance als Grundidee in den Designprozess einfliessen lassen. Meistens geht es jedoch darum, bereits bestehende Lösungen, die under-performen, auf ein neues Level zu hieven. In dem Fall ist es immanent wichtig, zunächst einmal überhaupt die Symptome und Ursachen der unbefriedigenden Seitengeschwindigkeit zu verstehen. Blindes Optimieren ist verschwendete Zeit und kann im schlimmsten Fall die Maintainability der Site negativ beeinflussen.

Generell gilt: verbessert werden kann nur, was auch man auch messen kann. Darum ist der erste Schritt, die Site und allfällige umgebende Systeme extensiv zu profilen. Dafür gibt es verschiedenste On- und Offline Tools, erwähnenswert sind sicherlich unter anderem Google Page Speed und Yahoos YSlow. Aber auch hier ist zu beachten, was überhaupt gemessen wird. Wenn das Inventarsystem-Interface, welches eine Produkteseite befüllt, nicht die gewünschte Performance bietet, bringt es herzlich wenig, wenn alles JavaScript auf der Seite optimiert und die Bilder in Sprites verpackt sind. Eine Seite, die Inhalte grösstenteils über AJAX nachlädt, kann von Google Page Speed als extrem schnell beurteilt werden, obwohl die User Experience immer noch scheusslich ist, wenn jeder weitere Klick nach dem ersten — schnellen — Laden der Seite eine mehrsekundige Wartezeit nach sich zieht.

Das schönste daran ist, dass sich alle Investitionen in diesem Bereich gleich doppelt auszahlen; einerseits wie oben geschildert durch eine befriedigendere Interaktion für den Besucher, andererseits reduziert die gesteigerte Effizienz aber auch die Belastung der IT-Infrastruktur. Typischerweise bedeutet dies, dass mit denselben Servern eine grössere Menge von Besuchern bedient werden kann, während die Seitenladenzeiten für jeden einzelnen Visitor immer noch besser sind als zuvor. Ein schönes Beispiel dafür ist das Redesign von Shopzilla, eine der führenden Preisvergleich-Sites in den USA. 2008 launchte Shopzilla ein technisch komplett überarbeitetes Redesign ihrer Seite, wobei der Haupt-Augenmerk auf Page Speed gelegt wurde. Die Resultate sprechen für sich selbst: Nicht nur, dass sich Conversions und Page Views im zweistelligen Prozentbereich verbesserten, die Infrastruktur- und Releasekosten gingen drastisch zurück, während die Availability spürbar erhöht wurde (was wiederum für weniger verlorenen Umsatz sorgt).

 

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Image: Flickr User Dark_Ghetto28, CC License

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Content Marketing: Be good, authentic and pullable!

Next-contentmarketing
Das Fazit des Content Marketing Workshops mit Philipp & Keuntje ist klar: Brands müssen Medien werden. Dabei geht es nicht nur um das klassische (und seit bald 16 Jahren bekannte) Motto Content is King, sondern vor allem wie man denn King of Content wird - und natürlich, was dies den Kunden nützt.

Wenn aus Marken Medien werden, werden Unternehmen authentisch und erlebbar. Generell dreht sich erfolgreiches Content Marketing dabei um die Frage, wie man in der Schnittmenge zwischen Content, Marketing und Strategie die Probleme der Kunden identifiziert und mit ehrlichen Inhalten adressiert. Das heisst auch: Der Fokus in diesem Prozess ist nicht der Absender (der Brand), sondern der Empfänger/User. Wen koennte man erreichen? Was treibt die Kunden an? Was ist mein Standpunkt? Diese Fragen werden zentral und sind wichtiger als das Budget, der gewählte Kanal oder die Frequenz.

Wie wird man also King of Content und gewinnt das Vertrauen seiner Kunden? Hier sind die 3 wichtigsten Erfolgsfaktoren des Content Marketings:

  • Be Good:
    Es ist so einfach wie logisch, aber sehr aufwendig. Nur Inhalte, die den Kunden einen echten Nutzen bringen werden längerfristig einen positiven Effekt für den Brand haben.
  • Be Authentic
    Mut zu Subjektivität zahlt sich aus und macht die Position einer Marke erlebbar. Authentische Inhalte foerdern die Identifikation der User mit der Marke und sind gleichzeitig ein Versprechen, das eingehalten werden muss.
  • Be Pullable
    Auch die besten Inhalte nützen nichts, wenn niemand sie findet. Also unbedingt dafür sorgen, dass sie an den richtigen Stellen gefunden werden koennen und den Usern auch via SEM und SEO einen guten Schritt entgegen kommen.


Doch auch wenn man diese drei Faktoren als die ideale Grundlage jeder Content Marketing Strategie implementiert: Content Marketing ist ein langfristiger Prozess, der Potentiale für Kunden aufzeigt und Brands als kompetente Partner etabliert. Dabei werden nicht direkt und sofort zusätzliches Sales generiert, dafür aber der Brand nachhaltig gestärkt und Nachfragen stimuliert.

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Google: M-Commerce on the rise

Soloco
Mobile, Social Media and E-Commerce were the seminars attracting the most visitors at the Internet World in London. No surprise that Ian Carrington (Director, Mobile Advertising Sales EMEA at Google) describes the big trends in Mobile as "SoLoCo" (social – local – commerce). Google forecasts that in 3 years tablet sales will overtake PC sales and smartphones will be sold 3 times more than PCs.

In order to help businesses to take advantage of this growth, Google launched the getmo initiative in the UK, which should help people to build mobile websites for free. Chris Harris, Head of Strategic Initiative Delivery at Barclaycard, pointed out that expected growth rate of m-commerce is about 55%. For example eBay forecasts $8bn mobile sales in 2012.

Building or improving their mobile strategy is one of the biggest issues for a lot of enterprises. For Neil Burton, Sales Director at Webspiders Ltd (a mobile application solutions company) 8 main areas should be taken into consideration for a successful mobile strategy:

  • What is the purpose and use of my mobile strategy?
  • Do I need a mobile site, native app or a combination of both?
  • Which smartphone features are relevant for my purpose?
  • Which experience should my interface design create for the user?
  • How do I integrate my mobile strategy in my e-commerce strategy?
  • How should the payment issue be solved?
  • Which marketing channels do I need?
  • And how can I make sure that my business processes are coordinated with my mobile strategy?

The essence of mobile devices is changing. Technological evolutions like augmented reality or mobile wallet are going to revolutionize the way we use our smartphones. According to Chris Harris Apple, MasterCard, Samsung, Vodaphone and o2 are all working on mobile payment solutions. Mobile devices are already connecting us to the online world at anytime and everywhere but their importance will grow even further. In the future, Ian Carrington sees himself leaving home every morning only with his mobile phone, because there will be no need for keys and wallets anymore.

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Internet World 2012 London - Day 3 Recap

Der dritte und letzte Tag der Internet World in London bot zum Abschluss interessante Sessions zum bald in Kraft tretenden EU "Cookie Law", E-Commerce Insights des Reiseanbieters Expedia und über die Wichtigkeit der Website-Geschwindigkeit. 

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Cookie Law: "Will you join the Federation or the Rebel Alliance?"

Unter dem „Cookie Law“ werden die von der EU beschlossenen und in einem Monat im Vereinigten Königreich in Kraft tretenden Änderungen bezüglich des Speicherns von Daten auf fremden Geräten (i.e. auf den Geräten der User) zusammengefasst (Hinweis: Das Gesetz sollte eigentlich bereits vor einem Jahr in Kraft treten, wurde jedoch um ein Jahr verschoben). Noch ist völlig unklar, welche konkreten Auswirkungen dieses Gesetz auf das Tracking der Internetnutzung hat, da ab dem 26.Mai 2012 sämtliche Websites eine Opt-out-Funktion für Cookies anbieten müssen. Studien, bzw. Dienste, welche diese Anforderungen bereits umgesetzt haben zeigen, dass ein Grossteil der User von dieser Option Gebrauch macht, was zu einer drastischen Verfälschung der Nutzerstatistiken führt. Eine andere Lösung für die Webseitenbetreiber wäre, so viel Content wie möglich hinter die Login-Wall zu verschieben und mit dem Login vom Nutzer die Einwilligung zum Setzen von Cookies zu erhalten, was andere, u.a. SEO-technische Probleme, generieren wird.

Die Webseiten-Betreiber sind sich im Moment darüber einig, dass man die minimal-Anforderungen dieses Gesetzes auf jeden Fall einhalten sollte, möchte man nicht zur Zielscheibe des „Death Stars“ (Jason Reed von Marketingfinders zum „Cookie Law“) werden. Jeder rechnet damit, dass es erst einen Präzedenzfall geben muss, der dann Klarheit bezüglich dieser Gesetzgebung schaffen wird. Jeder möchte natürlich verhindern, dass er bei diesem Prozess auf der Anklagebank sitzt und setzt darum die zentralen Massnahmen um. Radikale Vertreter der „Rebel Alliance“ hingegen stellen sich auf den Standpunkt, dass der zivile Ungehorsam der Masse das Gesetz von Beginn an beerdigen kann (Motto: „They can’t sue us all“…).

Auswirkungen werden diese Änderungen vorwiegend auf das Tracking und die Analyse des Nutzerverhaltens haben, dadurch werden die OBA-Systeme (Online Behavioural Advertising) wie Remarketing und Konsorten massiv beeinträchtig bis verunmöglicht. Auch wenn die Auswirkungen noch unklar sind und es abzuwarten gilt, welcher Big Player als erstes gegen die Regel verstösst und vor Gericht zitiert wird, muss sehr genau beobachtet werden, was derzeit in den UK passiert. Erst 6 der 27 Euroländer haben das Gesetz in der einen oder anderen, keineswegs einheitlichen Form ratifiziert. Früher oder später dürfte sich eine solche Gesetzgebung auch in der Schweiz anbahnen. Dass es überhaupt zu einem solchen Gesetz gekommen ist, ist zum grossen Teil auch ein Verschulden der Online Marketing Branche selber. Deren (kaum existente) Lobby hatte es während der zweijährigen Ausarbeitung des Gesetzes zwischen 2009 und 2011 versäumt, Einfluss auf das Regelwerk zu nehmen und dieses nach Möglichkeiten zu ihrer Vorstellung abzuändern. Nun, da der „Death Star“ schon in sichtbarer Nähe (alternativ: in Schussdistanz) ist, hilft lautes Wettern nicht mehr. 

Expedia: "Revolutionising online travel through the power of technology"

„We sell, you know..., travel-stuff“, mit diesem flapsigen Satz begann Sheldon Chuan, Leiter der Site-Experience Abteilung von Expedia, seine Keynote-Speech. Wie professionell und konsequent sie das tun, zeigte er anhand der Domänen Multi-Platform, Multi-Channel, Marketplace und "Testing!Testing!Testing!" auf.

Da die Travel-Industrie aufgrund ihrer gigantischen Nutzer- und Umsatzzahlen zu den am häufigsten untersuchten eCommerce-Branchen gehört und deswegen bereits viel darüber geschrieben wurde, sollen in der Folge nur einige besonders erhellende Stichworte und Punkte aus seinem Referat widergegeben werden. Bezüglich der Plattform ist einer dieser bekannten Facts der Branche, dass sich die meisten User zwischen fünf und sieben verschiedene Anbieterseiten anschauen, bevor sie eine Buchung machen. Eine Travel-Website muss also gewährleisten, dass der Wert ihrer Dienstleistung sofort sichtbar wird, die Möglichkeit des Vergleichs gegeben ist (da der Vergleich sowieso passiert, wieso sollte er nicht gleich auf der eigenen Seite stattfinden?) und eine absolut positive und unkomplizierte Nutzererfahrung möglich ist.

Die Website selber, die gemäss Chuan mit einem Self Service Laden ohne Staff zu begreifen ist, wird gespiesen über die verschiedenen, wohlbekannten Marketing-Kanäle (Search, Display, Social, Email etc.). Gar nicht wohlbekannt ist jedoch der Einsatz à la Expedia einiger dieser Kanäle. Das Call-Center wird bei ihnen nicht nur als Inbound-Kanal verstanden, sondern auch proaktiv zur Kundeninformation und dadurch nicht selten auch zur Kunden-Akquisition eingesetzt. Braut sich beispielsweise über der Karibik ein Tornado zusammen, werden die dort weilenden Expedia-Kunden angerufen, darauf hingewiesen und mit Ausweich-Angeboten versorgt.

Ganz wichtig war auch Chuans Hinweis, dass Low-cost Kanäle wie Brand-Suchanfragen oder Newsletter zwar toll, jedoch immer begrenzt sind. Es gibt ein endliches Volumen an Brand-Suchanfragen und es gibt eine bestimmte Frequenz für Newsletter, bevor diese nur noch als Spam wahrgenommen werden. Will man wirklich wachsen (und dabei durch die erhöhte Awareness auch die Brand-Suchanfragen steigern), muss man in die High-cost Channels investieren. Entsprechende CPO- und ROI-Zielsetzungen müssen sich natürlich deutlich von denjenigen der günstigeren Kanäle unterscheiden.

Der Expedia-Marketplace wird laufend ausgebaut, und zwar entsprechend den Wünschen der (zukünftigen) Kunden. Anhand deren Suchanfragen werden gezielt neue Hotels in das Portfolio aufgenommen, von denen man weiss, dass sie eine entsprechende Nachfrage erreichen werden bzw. auf Kundenseite ein Bedürfnis sind (und deswegen von Beginn weg erfolgreiche Buchungsquoten aufweisen werden).

Eindrücklich war es einmal mehr zu sehen, was mit dem Testen und Optimieren ganz kleiner Elemente auf Websites und in Apps möglich ist: Expedia hat herausgefunden, dass rund die Hälfte aller Hotelbuchungen auf ihrer Mobile App für dieselbe Nacht, in der Stadt in welcher sich der User gerade aufhält, getätigt werden. Also fügten sie einen gut sichtbaren „Hotel here and now“-Button der Suchmaske hinzu, mit dem Resultat, dass die Conversion-Rate um 50% gesteigert werden konnte.

Es zeigt sich, dass ein Dienstleister geradezu zum Erfolg verdammt ist, wenn er sämtliche (digitalen) Kanäle und Plattformen gezielt aufeinander abstimmt, jedes einzelne Element konstant in gegenseitigen Bezug stellt und alle Schritte konstant testet und optimiert.

Website-Geschwindigkeit: "Optimising your users’ eCommerce experience from the first to last mile."

Dass eine Website schnell sein muss, war beinahe allen Teilnehmern der entsprechenden Session klar. Alle, die nicht an Gicht und/oder unter einer schweren, mit allerlei Messe-Geschenken gefüllten Tragtasche litten, streckten bei der Frage des Referenten nach der Signifikanz der Website-Geschwindigkeit die Arme hoch. Wie sich in der Folge jedoch zeigte, wussten nur die wenigsten, wieso das so ist und wie man die Geschwindigkeit einer Website denn überhaupt verlässlich misst.

Der erste Punkt kann relativ schnell beantwortet werden: Slower performance bedeutet in aller Regel higher abandonment, was ja niemand will. Bei Desktop Computern toleriert der User Ladezeiten bis zu einer Sekunde, danach schnellen die Ausstiege explosiv nach oben. Bei mobilen Geräten ist der User (noch) etwas nachsichtiger und gibt dem Gerät, bzw. der Verbindung bis zu drei Sekunden Zeit. Ist die Ladezeit länger, sind die Ausstiegs- und Absprungraten gleich hoch wie bei den stationären Geräten.

Wichtig ist jedoch, dass man nicht auf die blosse Geschwindigkeit hin optimiert und andere Statistiken ausser Acht lässt. Eventuell „opfert“ man ein schweres Flash-Element der Geschwindigkeit und übersieht, dass dieses Element den User besonders angesprochen und dadurch zum Kauf o.ä. animiert hat. So hätte man zwar eine schnellere Webseite, aber weniger Leute, die mit dieser das tun, was man eigentlich möchte. Wenn man vor einem solchen Problem stehen sollte, kann man durch progressive rendering (visuelle Elemente zuerst laden!) und die image load order (Bilder above-the-fold zuerst laden!) die Nutzererfahrung beträchtlich verbessern, ohne dass sich die tatsächliche Ladezeit ändert.

Bezüglich der Messung sollte man sich nicht auf Benchmarks und Speedtest-Seiten verlassen, sondern auch sogenannte "letzte Meile" Tests durchführen, welche die Rechner und Geschwindigkeiten der tatsächlichen User wiedergeben und mit einbeziehen. Da die Einflussfaktoren auf die Webseiten-Geschwindigkeit äusserst mannigfaltig sind, gilt es, die Muster der Verzögerungsgründe und darunter die "lowest-hanging-fruits" zu identifizieren und entsprechend zu optimieren.

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Weiterlesen auf unserem Blog zum Thema Page Speed:

Geschwindigkeit testen, Performance verbessern

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Ungefähr so bekömmlich wie English Breakfast

Kommentar von Hannes Gasser, Head of Account Management Webrepublic AG, zu den Sessions am Morgen des zweiten Tages der Internet World Expo 2012 in London.

Die morgendlichen Sessions am zweiten Tag führten ungeschönt zu Tage, welche Form und vor allem welche Ziele Referate haben, wenn diese inmitten der eigentlichen Messe stattfinden: Neben der Verbreitung von interessanten Facts und News geht es ebenso sehr um das an den Mann bzw. an die Frau bringen der eigenen Dienstleistung.

Session: "Increasing customer conversion rates by integrating CMS and online shop systems"

Die erste Session am Morgen versprach im Titel das Aufzeigen von Möglichkeiten zur Steigerung der Conversion-Rate auf CMS-Ebene. Bei diesem Versprechen ist es – man ahnt es – grossmehrheitlich geblieben, es handelte sich vielmehr um eine Verkaufsveranstaltung für das e-Spirit CMS System. Die dargebotene Case Study zum Aufbau des CMS für die Websites der Media Saturn Gruppe förderte jedoch einige interessante Punkte zutage.

Die Umstellung eines starken offline Retailers zu einem ebenso starken online Player wurde auch hier begleitet von der Angst, dass durch einen starken online-Push der Offline-Markt bzw. -Umsatz kannibalisiert werden würde. Dies lähmt die online-Aktivitäten und verhindert die nötigen Investitionen in diesen Kanal, was zu maximal mittelmässigen Resultaten führen kann. In der Zeit, die die grossen Brick-and-Mortar-Läden brauchen, bis sie sich tatsächlich entschliessen, ihre Waren auch online anzubieten, haben sich - ein Fakt, dass sich in praktisch allen Retail-Branchen feststellen lässt - bereits fähige und innovative online only Players etabliert und in die Köpfe der User eingebrannt (wodurch das Geschäft der offline Läden zwar nicht kannibalisiert, dafür von extern weggegessen wurde), was es, abgesehen von den erwähnten internen Constraints, nochmal schwieriger macht, sich im Netz durchzusetzen.

Bezüglich der Steigerung der Conversion-Rates gab es herzlich wenig zu vernehmen, die Session beschränkte sich vorwiegend auf die technischen und organisatorischen Specs des beworbenen CMS. Aspekte wie die Onsite-Suche, die Recommendation-Engine und weitere Möglichkeiten der Vergrösserung der Basket Sizes blieben leider auf der Strecke, ebenso wie allfällig integrierte Tracking-Systeme. Es wurde schön aufgezeigt, wie der Homepage Real-Estate zwischen nationalen und regionalen Inhalten aufgeteilt werden kann, ohne dabei die Thematik und die Wichtigkeit der Suchmaschinen-Optimierung auch nur anzuschneiden. All diese Punkte wären elementar, möchte man auf Website-Ebene die Conversion-Rate und die Warenkorb-Grösse maximieren. Auch hier wäre also einmal mehr ein besserer Austausch sämtlicher, dem eCommerce angegliederten Disziplinen von Nöten.

Session: "From analytics to attribution to automation: how to get the full value out of search"

Rund dreimal rund um die Presentation-Booth reichte die Schlange für diese viel versprechende Session, in welcher der Googler James Kent über die Wertschöpfungsmöglichkeiten der Suchmaschine referieren sollte. Nachdem das Publikum über eine halbe Stunde lang gewartet, sich dann in den eng bestuhlten Saal gequetscht und schliesslich die Notebooks gezückt hatte, wurde von den Veranstaltern verkündet, dass der Referent leider abgesagt hat und die Session ausfällt. Aus welchen Gründen und wieso derart kurzfristig der Auftritt abgesagt wurde, ist bis dato leider nicht bekannt, jedoch fügt sich dieser no-show von Google nahtlos in das Bild ein, das der Suchmaschinen-Gigant bereits an der SES in New York abgegeben hatte, nämlich keines. Auch hier in London ist Google de facto nicht präsent, umso tragischer, dass einer der wenigen Referenten aus Mountain View der Internet World UK auf diese Art und Weise fern blieb.

Session: "Mastering customer journies in the multi-device connected world"

Erneut wurde der Autor dieses Textes mit knackigen Buzzwords (customer journies!) in eine regelrechte Sales-Veranstaltung gelockt. Dies muss jedoch nicht per se negativ verstanden werden, wurde ihm doch eine anschauliche Übersicht über die momentanen Herausforderungen der Hersteller von mobilen Webseiten dargeboten.

Alas, nimmt man die Worte des Vortragenden, Duncan Hallas von Netbiscuits, für bare Münze, sollte man bei mobilen Endgeräten je länger je weniger von eigentlichen Webseiten reden. Etwas ganz neues, anderes wird uns über kurz oder lang aus den mobilen Browsern entgegenlachen (HTML 5 sei Dank!). Diese Art der „Website“ wird nur noch wenig damit zu tun haben, wie wir das Netz momentan perzipieren.

Dies ist alles ist Teil des Weges vom Geräte-zentrierten mobilen Internet-Auftritt hin zum User-zentrierten, grundsätzlich Plattform-unabhängigen, will heissen Plattform-spezifisch optimierten Webauftritt. Bis dahin wird insbesondere HTML 5 und die disperse Geräte- und Bildschirmgrössen-Landschaft den Developern noch einige Kopfschmerzen bereiten (ausser natürlich, sie verwenden das Netbiscuit Tactile Framework, mit dem das alles sehr einfach ist). Bis sich die taktilen Layouts, Multiview-Funktionen sowie die dreidimensionalen Layer-Welten fest in das Wesen des mobilen Internets eingebrannt haben, sollten wir uns als User darüber freuen, wenn wir – nach wie vor ein Zufall – mit dem Smartphone auf eine Webseite stossen, die zumindest auf die Bedienung per Finger und nicht mehr auf Maus-Klicks hin optimiert wurde.

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Internet World 2012 London - Day 2 Recap

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Der zweite Tag in London bot typisch englisches Wetter, aber auch sehr interessante Sessions zu E-Commerce, Customer Journey und Conversion Rate Optimierung.

Die Frage "Finden meine Kunden was sie suchen?" war der rote Faden in der Präsentation von Tom Blackshire (Advansys) zur Optimierung von E-Commerce Websites. Um diese grundlegende Frage zu beantworten, bieten sich detaillierte Heatmap- und Klick-Analysen zur Optimierung der User Experience an, um im Zusammenspiel mit der Auswertung der Ausstiegspunkte aus dem Bestell- und Zahlungsprozess und gezieltem A/B-Testing von Website-Inhalten schliesslich eine Erhöhung der Conversion Rate zu bewirken.

Der Mauszeiger folgt der Intention des Users

Mouse-Tracking Tools liefern dabei umfassende Einblicke in das User-Verhalten, wie Heye Tode von etracker aufzeigte. Es lässt sich grundsätzlich eine deutliche Korrelation zwischen der Intention des Users und der Bewegung des Mauszeigers feststellen. Besonders effizient sind Mouse-Tracking Tools bei der Optimierung von Online-Formularen, da genau gemessen werden kann, wieviel Zeit User benötigen um einzelne Felder des Formulars auszufüllen und bei welchen Feldern User den Prozess abbrechen.

Der nächste Evolutionsschritt: Web 3.0

Nach Boris Motusic, CEO von United Experts, hat das Internet inzwischen den dritten signifikanten Evolutionsschritt vollzogen oder steht zumindest kurz davor. Web 3.0 bedeutet für ihn, dass das Internet allgegenwärtig ist und, wie z.B. Elektrizität, sozusagen Teil  der Grundversorgung und ein elementarer Bestandteil des täglichen Lebens ist. Das Bedeutet, wir nutzen es und profitieren davon, ohne es wirklich bewusst wahrzunehmen.

Wesentliche Treiber dieser Entwicklung sind die Speicherung von Daten in der Cloud  und die damit einhergehende Unabhängigkeit von spezifischen Endgeräten, Technologien zur Überbrückung von offline- und digitalen Realitäten (QR-Codes, RFID, Augmented Reality) und Technologien zur semantischen Personalisierung um den notwendigen Kontext zur Interpretation der Daten zu schaffen (XML, OWL, RDF).

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"What customers really, really want" [Studie]

Floris de Kart, CEO eCommerce bei WorldPay, präsentierte unter dem verheissungsvollen Titel „Are Mechants giving e-shoppers what they really, really want?“ an der Internet World 2012 in London die Resultate einer Befragung von 19’000 Personen in 15 Ländern zu ihrer Einstellung gegenüber Online-Shopping.

 Zu den interessantesten Ergebnissen der Studie gehörten folgende Punkte:

  • Der grösste Frustfaktor im Online-Shopping sind unerwartete Kosten. In sämtlichen Ländern des Samples waren unerwartete Kosten der am häufigsten angegebene Grund für das vorzeitige Verlassen des Warenkorbes. Die volle Transparenz über Versandkosten, MwSt. und sonstige Kosten bereits vor dem Checkout-Prozess ist ein absolutes MUSS!
  • Zahlungssicherheit und Schutz von persönlichen Informationen, respektive Bedenken und Ängste in diesen Bereichen, waren die am häufigsten genannten Gründe für Zurückhaltung im E-Business. Allerdings sind Kunden auch nicht bereit, einen komplizierten Check-Out-Prozess mit vielen Security Checks zu tolerieren. Vertrauensbildende Massnahmen und eine detailierte, klare und auffindbare Data Security Policy sind daher ebenfalls ein absolutes MUSS!
  • Ebenfalls grosse Bedeutung hat die Bereitstellung vielfältiger Zahlungsmöglichkeiten. Gerade global oder überregional tätige E-Commerce Anbieter müssen beachten, dass die präferierten Zahlungsmethoden von Land zu Land radikal unterschiedlich sein können. Wird diesen Unterschieden nicht die notwendige Beachtung geschenkt, schiesst man sich sprichwörtlich selber ins Knie. 
  • WorldPay stellte ausserdem einen Gap zwischen den Prioritäten der Kunden und den Prioritäten der Anbieter fest. Während für Kunden wie erwähnt Fragen der Sicherheit und der Flexibilität in Bezug auf Zahlungsmöglichkeiten oberste Priorität haben, sehen die Anbieter in der Einfachheit des Check-Out Prozesses und in personalisierten Angeboten das grösste Potential für Umsatzwachstum.

Basierend auf diesen Ergebnissen stellte de Kart die These auf, dass Kunden lieber auf „Nutzer-Unfreundlichen“, dafür aber vertrauenswürdigen Webseiten einkaufen, als umgekehrt. Dies trifft sicher zu, jedoch dürfen diese Ergebnisse nicht dazu verleiten, die konstante Optimierung der Website-Usability zu vernachlässigen, denn die Methode der Befragung hat die Schwäche, dass „reported behavior“ und „actual behavior“ nicht unbedingt immer übereinstimmen und dass bereits schon leichte Veränderungen auf einer Website (Strukur, Variationen im Call to Action, Bildwahl usw.) in A/B- und multivariaten Tests signifikanten Einfluss auf die Conversion Rate und den Umsatz haben können.

Wir stellen im Rahmen der Onsite Conversion Optimierung immer wieder fest, dass die Abwicklung eines Kaufprozesses eben nicht immer nur auf streng rationalen und bewussten Überlegungen stattfindet, sondern auch unbewusste Aspekte beinhaltet. Diesen kommt man nur durch konstantes Testen und nicht über Befragungen auf die Schliche.

Letztendlich gilt jedoch: Die erfolgreichsten E-Commerce Anbieter werden diejenigen mit dem holistischen Verständnis sein. Das bedeutet: die Bedenken der Kunden ernst nehmen und adressieren und gleichzeitig: Testen, testen, testen!

Der „Global Online Shopper Report“ von WorldPay kann unter folgender Adresse heruntergeladen werden: http://www.worldpay.com/globalshopper/

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